Familienmedizin in der Hausarztpraxis

Autofahren und Demenz

Vorgehensempfehlung für die Hausarztpraxis

Zunehmende Fahrsicherheitsrisiken durch krankheitsbedingte kognitive Einschränkungen sind ein Thema, das Menschen mit Demenz, ihre Familien, aber auch ihre Hausärztinnen und Hausärzte beschäftigt. Denn bei progredienten Krankheitsverläufen der häufigsten Demenzformen und den damit verbundenen Einschränkungen kognitiver Funktionen nimmt das Risiko für Verkehrsunfälle bei Menschen mit Demenz zu. Welche Möglichkeiten gibt es, die zu erwartenden Fahrsicherheitsrisiken gemeinsam mit den Menschen mit Demenz, ihren Angehörigen und ihren Hausärztinnen und Hausärzten zu thematisieren? Wie sehen die rechtlichen Hintergründe aus?
Von hausärztlicher Seite bestehen Unsicherheiten in Bezug auf den Zeitpunkt der Ansprache, die Identifikation von Fahrsicherheitsrisiken sowie in der Beratung der Person mit Demenz. Hausärzte/innen nehmen das Thema Autofahren und Demenz vor dem Spannungsfeld der Sicherung der Mobilität auf der einen und der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden auf der anderen Seite wahr.
Unter Beteiligung von Hausärztinnen, Hausärzten, Angehörigen, Patientinnen und Patienten sowie einem interdisziplinären Experten/innen-Gremium (Verkehrspsychologie, Allgemeinmedizin, Rechtswissenschaften, Verkehrsmedizin, Polizei, Verkehrsbehörden etc.) wurde in einem Forschungsprojekt des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität Düsseldorf (ifam) eine Vorgehensempfehlung für den hausärztlichen Praxisalltag entwickelt.

Materialien
Die Vorgehensempfehlung liegt in einer Kurz- und in einer Langfassung vor. Ferner stehen weitere Arbeitshilfen und Vordrucke für die Hausarztpraxis zur Verfügung, die Sie hier herunterladen können:

Autofahren und Demenz – Vorgehensempfehlung für die Hausarztpraxis (Langfassung)
Autofahren und Demenz – Vorgehensempfehlung für die Hausarztpraxis (Kurzfassung)
Algorithmus zum Vorgehen in der Hausarztpraxis
Checkliste Hausarztpraxis
Red Flags
Mobilitätsprofil
Dokumentationshilfen für die Hausarztpraxis
Kontaktadressen

Das Forschungsprojekt wurde von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. gefördert.